1. Unsachgemäßer Zusammenbau von Notebooks
Oft fehlen wichtige Verschraubungen oder bestehende Schrauben wurden beim Wiederzusammenbau des Notebooks an der falschen Stelle eingesetzt, so dass die Gehäuse teilweise nicht mehr richtig schließen. Mechanische Langzeitschäden sind dann oft die Ursache. Auch Bauteile werden oft dadurch beschädigt und müssen ersetzt werden. Teilweise werden auch Kabel abgeklemmt, wie das folgende Bild zeigt.
2. Zerstörung der Displayansteuerung am Mainboard beim Versuch das LCD-Modul zu tauschen.
Wird beim Auf- bzw. Abstecken des Displaysteckers am Mainboard nicht mit der notwendigen Vorsicht zu Werke gegangen so sind oft Kurzschlüsse die Folge, die weitere Schäden nach sich ziehen. In der Regel passiert dies vor allem bei Geräten mit internem Akku, der nicht so einfach abgesteckt werden kann. Dadurch stehen die Bauteile und Komponenten des Notebooks beim Reparaturversuch unter Spannung. Im einfachsten Fall erleidet nur eine Sicherung Schaden, oft sind aber schwerwiegende Beschädigungen am Mainboard die Folge, sodass eine teure Mainboard-Reparatur fällig wird, bis hin zu einem notwendigen Mainboard-Tausch.3. Beschädigung von Steckverbindern.
Es gibt zahlreiche Varianten von Steckverbindern, die für den Anschluss unterschiedlichster Bauteile und Baugruppen am Notebook sorgen. Die meisten sind zum Aufklappen, teilweise gibt es aber auch Steckverbinder die zum Aufschieben sind, die Varianten sind so vielfältig wie die Notebook-Marken selbst. Wenn man den jeweiligen „Dreh“ zum Öffnen und Schließen der Steckverbinder nicht kennt sind es meistens die Bügel zum Verriegeln des Kabels, die dann abreißen. Wir hatten aber auch schon Notebooks hier, die uns mit komplett vom Mainboard abgerissenen Steckverbindern erreicht haben. In der Regel müssen diese dann ersetzt werden. Das bedeutet den Steckverbinder zunächst zu entlöten und dann einen neuen Steckverbinder auf das Mainboard aufzulöten. Oft ist die Beschaffung des genau passenden Ersatzteiles der schwierigere Part bei dieser Notebook-Reparatur. Bei ganz seltenen Steckverbindern, die nicht beschaffbar sind, kann sogar ein Mainboard-Tausch drohen.
4. Abriss von Kabelverbindungen bei unsachgemäßer Notebook-Demontage bewirkt weitere Notebook-Defekte.
Bei der Demontage von Notebook werden oft Kabelverbindungen z.B. zum Touchpad, zur Tastatur oder zu USB- oder LED-Platinen abgerissen. Beim Anheben des Top Cases muss vielfach ganz Vorsichtig vorgegangen werden und nach maximal halbem Hubweg müssen die entsprechenden Kabel an den vorgesehenen Verbindungen zunächst gelöst werden. Geschieht dies nicht reißen diese Kabel eben oft ab.
5. Mainboardschäden durch laienhafte Mainboard-Lötarbeiten.
Besondere „Spezialisten“ versuchen sich teilweise sogar mit Lötarbeiten am Mainboard selbst. Das geht in den allermeisten Fällen so gründlich schief, dass die Mainboards danach nicht mehr zu retten sind. In vielen Foren gibt es leider unseriöse Reparaturanleitungen die sich mit dem Heißluft-Löttechnik beschäftigen. Was dabei vergessen wird ist, dass hier große Erfahrung notwendig ist um eine fachgerechte Ausführung garantieren zu können. Wir hatten da schon die kuriosesten Fälle beobachtet.
Lösungsvorschlag: Ein Croissant zum Wohle des defekten Notebooks.
Sogar ein Tipp zum erwärmen des Notebook-Mainboards im Backofen haben wir schon gesehen. Nach dieser Maßnahme sollte dann übrigens ein defekter Grafikchip wieder funktionieren. Unsere Empfehlung: Bitte NICHT nachmachen. Wenn man schon was in den Backofen schieben möchte, empfehlen wir dafür z. B. ein leckeres Croissant, welches dann zusammen mit einer guten Tasse Kaffee bei der Suche nach einer seriösen Notebook-Fachwerkstatt genossen werden kann.Hier können Sie Ihr defektes Notebook zur fachmännischen Reparatur in der IPC Notebook Werkstatt anmelden:
https://www.ipc-computer.de/repair.php
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