Reparaturkosten gespart durch neuen IC-Chip anstatt eines Mainboard-Tausches – HP Pavilion dv7-1105eg
Heute möchten wir von einer Notebook Reparatur berichten, bei der zwar keine besondere Fehlerbeschreibung vorliegt, aber die Suche nach der Fehlerquelle sorgfältig und kompetent vollzogen werden musste. Ein Kunde hatte ein HP Pavilion dv7-1105eg mit folgender Fehlerbeschreibung zur Reparatur zu uns eingesendet: Gerät wird heiß, Lüfter läuft nicht.
Unsere erfahrenen Techniker prüften zunächst den beschrieben Fehler, der auch reproduziert werden konnte. Offensichtlich wurde der Lüfter durch einen vorigen Reparaturversuch beschädigt und zur Schadensbegrenzung umgebaut. Des Weiteren wurde festgestellt, dass ein Treiber IC-Chip am Mainboard verschmort ist. Zudem lässt die sichtbare Verstaubung des Lüfters auf die ausgefallene Kühlleistung vermuten. Wenn die erforderliche Kühlleistung des Lüfters nicht erbracht wird, versucht die Lüftersteuerung durch die Erhöhung der Drehzahl die Kühlleistung anzuheben. Je höher die Drehzahl, desto höher auch die anliegende Spannung. Durch diese Verstaubung des Lüfters, kann es daher bei Notebooks vorkommen, dass nicht nur die Kühlleistung nachlässt sondern auch der IC-Chip des Mainboard zur Lüftersteuerung mittels zu hoher Spannung überlastet wird.
Mit der präzisen Verlötung eines neuen IC-Chips und dem Einbau eines neuen Original Lüfters, wird der Fehler schließlich behoben. Innerhalb einer Stunde wurden dem Kunden nun, durch das geschulte Auge unseres Werkstattleiters, mehrere Hundert Euro an Reparaturkosten erspart. Viele andere Serviceanbieter hätten sofort das komplette Mainboard ausgetauscht – auch der Notebook Hersteller selbst.
Die Fehlerursache liegt in diesem Fall an der vernachlässigten Wartung des Kunden, die so den elektronischen Defekt verursacht hat. Die regelmäßige Wartung durch qualifiziertes Personal hätte dem Kunden die kompletten Kosten erspart.
Notebook MSI MEGABOOK GX-700 MS-1719 schaltet sich im laufenden Betrieb einfach aus.
Wieder mal kommt ein Notebook mit der Fehlerbeschreibung in die Werkstatt: Notebook schaltet sich im laufenden Betrieb einfach aus.
Nach dem Zerlegen des Gerätes, muß unser Werkstattleiter Hr. Thomas Zepf feststellen, dass nicht wie sonst ülich verschmutzte Lüfter bzw. Kühler die Ursache für den Fehler ist. Also sucht der Notebook Techniker weiter. Offensichtliche äußere Mängel am Notebook Mainboard oder auch am CPU Kühler sind nicht zu sehen. Auch die VGA-Card zeigt keine defekten Bauteile oder Spuren einer zu höhen Wärmentwicklung.
Eine weitere Fehlerursache könnte eine defekte Heatpipe des Kühlers von der Grafikkarte oder des Prozessors sein. Hier wird die Wärme in einem Kupferarm in Richtung Notebookäußeres transportiert. In diesem Arm ist eine Gas enthalten, welches die Wärme möglichst gut überträgt. Wie kann aber nun festgestellt werden, ob dieser Kupfer Kühler noch funktionstüchtig ist? Ganz einfach: Der Techniker erwärmt einfach das eine Ende der Heatpipe stark mit einem Heißluft-Fön. Auf der anderen Seite hällt er diese ohne Handschuhe fest. Bei einer funktionierden Heatpipe ist es so, dass schon nach kurzer Zeit der Kühlkörper so heiß wird, dass der Techniker diese loslassen muß. Diese ist jedoch bei der vorliegenden Heatpipe nicht der Fall. Damit war die Fehlerursache eindeutig. Das Gas in der Heatpipe muss entwichen sein. Damit war die Kühlleistung des VGA und CPU Kühlers nicht mehr optimal und das Notebook schaltete sich als Schutzvorrichtung bei überhöhter Temparatur automatisch aus, bevor möglicherweise CPU oder auch VGA-Card überhitzt wären.
Das Austauschen der Heatpipe für die VGA-Card brachte den gewünschten Reparatur Erfolg und das Notebook lief über Stunden im Burn-In Dauertest ohne Absturz. Damit konnte diese Notebook Reparatur schnell und wirtschaftlich zu vertretbaren Kosten durchgeführt werden.
Notebook geht wegen fehlerhaftem Kühlsystem nicht mehr an.
Die Acer Travelmate 5720G, 5730G, 7720G und 7730G Serien sind bekannt dafür, dass die Grafikkarte nicht ausreichend gekühlt wird. Das Problem ist, dass das Gegenlager gegenüber dem Kühlsystem zu viel Spiel hat. Der Anpressdruck reicht nicht aus, sodass die Grafik des Öfteren überhitzt. Auf diesem Bild sieht man, wie viel Spiel zwischen Grafikkarte und dem Gegenlager besteht.
In diesem Fall, war das nicht ausreichend befestigte Heatsink nicht nur Ursache für das Ausgehen des Notebooks unmittelbar nach dem Start. Durch unsere Standard Fehlersuche in unserer Reparatur Werkstatt, beginnend bei dem Kühlsystem, mussten wir feststellen, dass die Wärmeleitpaste auf dem Grafikchip fehlt. Der Laptop hat sich aus Selbstschutz frühzeitig selbst ausgeschalten und ging deswegen nicht mehr an. Um diesen Fehler zu vermeiden, sollte man darauf achten, immer genügend bzw. keine vertrocknete Wärmeleitpaste zu verwenden und das die Grafikkarte stets satt an der Kühleinheit befestigt ist!
Man beachte: Es gibt nicht nur Wärmeleitpaste zum Ableiten überschüssiger Wärme auf den Kühlkörper. Mit den Wärmeleitpads werden meist die Grafikspeicher gekühlt.
Hier finden Sie verschiedene Artikel rund um Wärmeleitmittel.
In folgendem Video kann man sehen wie man am Beispiel des Fujitsu Siemens Amilo M3438G die Grafikkarte und den Lüfter wechselt:
Asus X66IC mit Displaybruch wurde zum Display Tausch eingesandt.
In dieser neuen Rubrik stellen wir Ihnen regelmäßig interessante, außergewöhnliche oder besonders häufig auftretende Reparaturen vor. Den Anfang macht ein Klassiker: Der Laptop Displaybruch. Wie das passieren kann? Das ist schnell passiert: Einmal aus der Hand gefallen oder aus der Tasche gefallen und schon ist der Schaden da. Auch ganz fies: Den USB-Stick auf der Tastatur liegen gelassen und das Laptop zugeklappt, was bei dieser Reparatur die Ursache für den Bruch war.
Es geht bei dieser Reparatur um ein Notebook von Asus Modell X66IC. Den einfachen Wechsel des Displays können Sie sich hier in unserem Video anschauen. Unsere versierten Techniker wechseln ein defektes Notebook-Display in kürzester Zeit. Bei dem Model X66IC reicht das simple Tauschen des Displays nicht mehr aus. Wie bei vielen anderen Laptops muss das neue LED Display „geflasht“ werden. Das ist nichts für Laien! Jedes Display hat eine sogenannte EEID, welche Auflösung, Farbtiefe, Herstellercode, Seriennummer, Herstellungsdatum und weitere wichtige Informationen enthält. Wenn diese nicht passt, muss man die EEID umprogrammieren und diesen Vorgang nennt man „flashen“. Lassen Sie Ihr Gerät in einer Werkstatt mit minderer Qualität reparieren, bestehen einige Risiken. So haben kleinere Firmen häufig keine Soft- und Hardware zum „Flashen“ des neuen Displays. Die Folge: Fehlermeldungen, Flackern, schlechtes Bild, schwarzes Bild, Probleme mit der Helligkeitssteuerung und 16bit- statt 24bit-Farbtiefe.
kann schon gesagt werden dass beim LED Notebook Display Tausch jedes 2. Display nur mit der passenden EEID funktioniert. Die Kosten für diese Reparatur belaufen sich derzeit bei uns pauschal auf 219 Euro incl. MwSt. bei einem 15,6 Zoll LED Display.
Darin inbegriffen ist neben dem Austausch und dem „Flashen“ des Displays auch ein umfangreicher Funktionstest, bei dem ein Pixeltest und ein Helligkeitssteuerungstest durchgeführt werden. Aufgrund unseres großen Warenlagers sind wir in der Lage die meisten Reparaturen dieser Art innerhalb eines Werktages durchzuführen. In der Regel halten Sie Ihr Gerät innerhalb von
drei bis vier Tagen nachdem Sie Ihr Notebook an uns geschickt haben wieder in den Händen.
Notebook Reparatur am HP HDX18 Notebook – schlechte Qualität des Mainboards 496871-001
Leider gibt es auch bei den Notebook Reparatur Werkstätten „Schwarze Schafe“.
Ein schon oft gesehenes Beispiel für schlechte Arbeit bzw. Qualität bei Notebook Ersatzteilen, zeigt sich beim Mainboard des Laptop Herstellers HP mit seinem Modell HDX18 . Bei diesem Notebook Modell ist auf der Hauptplatine ein Nvidia Grafik Chip integriert.
Das Mainboard hat die Hewlett Packard Spare Part Nr. 496871-001. Häufiger Fehler: Das Notebook zeigt intern auf dem TFT Panel kein Bild, extern wird ein Bild mit Störungen z.B. Längsstreifen etc. dargestellt. Sobald das installierte Betriebssystem gestartet ist und üblicherweise mit höherer Auflösung den Desktop darstellen möchte, bricht das Bild auch auf dem externen Monitor zusammen.
Fehlerursache:
Hier ist der Grafik Chip defekt. Wir sehen mehrfach, dass in diesen Notebook Modellen von Hewlett Packard Mainboards verbaut sind, die einen Aufkleber seitlich auf dem VGA Chip angebracht haben (siehe Abbildung). Üblicherweise wird neben chinesischen Schriftzeichen das Datum der Reparatur dokumentiert. Es handelt sich dann um “refurbished” Qualität, also um ein wiederaufgearbeitetes Mainboard. Die VGA Reparatur kann in mehreren Qualitätsstufen erfolgen. Die billigste Variante ist, den VGA – Chip einfach nur zu erhitzen und dadurch eine Unterbrechung der Leiterbahnen unterhalb des Chips wieder zu beseitigen. Erfahrungsgemäß ist die Erfolgswahrscheinlichkeit hier nur unterdurchschnittlich, bzw. die Ausfallrate nach dieser Notebook Reparatur ist relativ hoch. Das liegt oft daran, dass die Ursache für den Defekt nicht beseitigt wurde, z.B. eine zu große Wärmeentwicklung im VGA-Chip. Hier hilft oft für eine verbesserte Wärmeabfuhr am Chip zu sorgen. Bei manchen HP Modellen bietet sich an mit zusätzlichen Metallflächen die Wärme besser über den Kühler und CPU Lüfter abzuführen.
Wenn diese Art der Reparatur durchgeführt wurde, sind auf der Unterseite des Mainboards in Höhe des VGA-Chips i.d.R. keine Hitzespuren zu erkennen.
Ob ein Mainboard überarbeitet worden ist, kann oft auch an den diversen Abdeckfolien erkannt werden. Wurde die Folie aufgrund einer Reparatur einmal entfernt, dann ist danach die Haftung auch nicht mehr zu 100% gegeben. Oft sind auch Knickspuren an der Folie zu erkennen. (siehe Abbildung)

Mainboard eines HP HDX18 mit refurbished VGA Card on board

VGA-Chip mit Aufkeber versiegelt – zeigt dieser Chip wurde überarbeitet / refurbished, auch klebt die Abdeckfolie nicht mehr überall.









